Hallo Johannes, hallo dietpul!
Das wichtigeste ist die Reparaturanleitung. Wenn Ihr Euch an die haltet, geht nichts kaputt und Ihr überseht auch nichts.
Seht hier-> Links; Reparaturanleitungen/Downloads
Wellendichtring Polradseite:
Die Kammer zwischen Dichtlippe und Staublippe ist mit Heißlagerfett zu füllen (steht in den letzten beiden Zeilen der Seite 17 Rep.-Anleitung und unten auf S.33), das übersieht man schnell. Die anderen Wellendichtringe werden vom Getriebeöl geschmiert, sodass da kein Fett nötig ist.
Wo sehe ich sonst Gefahren? Nicht in der Reparaturanleitung steht, was erfahrene Schrauber wissen: Die Kraft, die erforderlich ist, um eine Schraube zu lösen, ist oft um ein Vielfaches höher als das später erforderliche Anzugsmoment. Die 10Nm der Gehäuseschrauben ziehe ich in einem Zug mit einer Federwaage an (mangels teurem Kleinlast-Drehmomentschlüssel).
Der Kolben sollte keine tiefen Kratzer haben, der Kolbenring sollte auf seinem Umfang überall etwa die gleiche Dicke haben und darf nicht in der Nut des Kolbens festgebacken sein, das Pleuelfusslager darf Axialspiel haben, aber kein fühlbares Radialspiel, die Wellendichtringe sollten an der Dichtlippe weich sein.
Anfangs habe ich alle Dichtungen erneuert. Heute nehme ich durchaus ein dauerelastisches Dichtmittel (Hylomar oder Curil-T oder...) und verstärke damit die Dichtwirkung der (alten) Papierdichtung. Kostengünstig und bisher problemlos.
Georg hat zwei gute Filme über das Zerlegen und den Zusammenbau des Motors gedreht. Den Link weiß ich jetzt nicht. Würde ich ihn jetzt suchen, könnte ich diesen Text noch einmal schreiben.
Beim ersten mal ist man mutig, später kennt man sich aus!
Toi, toi, Ihr beiden! - Dieter
PS: weitere Tipps erwünscht, ich vergess' immer die Hälfte.
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Re: Motorgräusch
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Johannes -
02.09.08 22:35 Uhr
Klicks:52 Hallo Dieter, danke für die Hinweise. Glücklicherweise habe ich die Kurbelwelle mit Zylinder so als ganzes Stück gelassen und nicht weiter zerlegt. Ich habe die Dichtung bzw. Kugellager der Freilaufhülse gemeint. Ich bin nur bis Seite 16 vorgedrungen, da mir die Seite 17 mit den Temperaturangaben zu schwierig erschien. Außerdem habe ich keine Abziehhülse. Kann ich jetzt etwas erleichtert sein?
Die Schrauben habe ich handfest angezogen; was ist, wenn dies zu fest sein sollte; muß ich den Motor nochmals ganz zerlegen? Die Filme habe ich mir vorher oft angeschaut um besser vorbereitet zu sein; es war dann auch gar nicht so schwer. Von meinen anderen Zweitaktmotoren habe ich zwei Stück, einen zum Üben und einen zum Fahren. Vielleicht heiß ein Zweitakter deshalb Zweitakter, weil so "Experten" wie ich immer zwei Exemplare und zwei Anläufe brauchen...
Jetzt bin ich aber erst einmal froh, das es wieder läuft. Mit dem Vergaser habe ich auch Mist gebaut. Das stelle ich aber mal für Alle ins Forum, damit andere Anfänger wie ich nicht den selben Fehler machen.
Danke für die Hilfe, Johannes
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Re: Motorgräusch
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Dieter-K -
03.09.08 00:32 Uhr
Klicks:46 Hallo Johannes,
Du kannst erleichtert sein, dass Du Dich hast bremsen lassen. Man muss nicht alles auseinander nehmen. Bei der Demontage der Kurbelwellen-Hauptlager werden diese (durch statische Überlast) zerstört. Dann sind auf jeden Fall neue Lager fällig.
Die Nabenhülse und ihre Lager habe ich zwar auch schon mit Fett eingesetzt. Sie liegen aber mit im Bereich des Getriebeöls. Einölen vor der Montage sollte ausreichen.
Grüße - Dieter
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Re: Motorgräusch
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Johannes -
03.09.08 18:58 Uhr
Klicks:38 Hallo Dieter,
da habe ich ja nochmal Schwein gehabt. Danke für die beruhigende Nachricht.
Gruß Johannes
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registrierenHallo.Danke für die Tips.Ich werde sie beherzigen und die Mototeile genau ansehen.Den Kolben habe ich schon bestellt weil er leichte Riefen hatte(Zylinderlaufbahn ist noch o.k.)
Wenn ich alles zusammen habe,werde ich mich noch einmal melden.
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