Liebe Saxonisten, wie einige ja schon wußten habe ich dieses Jahr wieder eine Tour mit meinem Schwiegervater unternommen, da wollte ich Euch meinen kleinen Reisebericht nicht vorenthalten:
Los ging es letzten Donnerstag ( 18.09.) über insgesamt vier Tage (3 Übernachtungen) durch die ostbelgische Ardennen-Region. Die Gegend ist bekannt für ihre weitläufige, hügelige Landschaft, mit Wäldern, Wiesen und wenig Menschen. Traurige Berühmtheit erlangte sie durch die Ardennenschlacht, in der Mr.Hitler versuchte in einer gigantischen Offensive den drohenden Untergang noch abzuwenden, und zunächst waren diese Kämpfe ja auch erfolgreich gewesen, wegen des hohen Überraschungsmoments. So einen Schwachsinn hatten die Alliierten dann wohl selbst dem Gröfaz nicht zugetraut – ein fataler Irrtum mit zigtausenden Opfern, nunja...
Der Zeitpunkt für unsere Reise war ausgesprochen glücklich gewählt, denn Petrus verwöhnte uns über die gesamte Tour mit dem schönsten spätherbstlichen Wetter, das man sich denken kann: Blauer Himmel, klare, kalte Luft, leichter Ostwind und kein Tröpfchen Niederschlag. Die Regenausrüstung hätten wir getrost daheim lassen können, aber so mutig ist man dann doch nicht.
Von Jülich aus starteten wir gut gelaunt mit dem Chevy-Pickup, hier der Abschied von zu hause bei Schwiegerpapa.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/5DDJUuUm.jpg
leicht Diagonal passen beide Möfelchen auf die Ladefläche meines 3,5-Tonners, ich habe mir zu dem Zweck handelsübliche Dachträger auf Winkeleisen (Regalleisten) verschraubt.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/qcOQLLPC.jpg
Kurz vor Lüttich erreichen wir gegen 10:00 Uhr den Startpunkt für unsere Ardennenreise im Val Dieu (Tal Gottes) bei Aubel. Hier erfolgte das Umsteigen aus der klimatisierten Zelle mit dem fast 200fachen Hubraum auf die 30 ccm Motörchen mit Hilfsfahrrad...
Wir haben den PickUp bei den Mönchen der Abtei abgestellt, damit über den Zeitraum unserer Abwesenheit nix passiert.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/bpgPW9gz.jpg
Von dort aus ging es über teils schlechte Straßen und deshalb auch im Schneckentempo bis Spa, wo wir uns in einer Patisserie leckere frische Brötchen kauften, diese mit grober Wurst und mitgebrachten Leckereien belegten und erst mal frühstückten.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/3TqQwdzf.jpg
Während der gesamten Tour bemühten wir uns stets, Nebenstraßen in der Nähe von Bundesstraßen zu benutzen. Diese waren dann in der Regel gerade wegen der Nähe zur meist mehrspurigen „Route National“ sehr wenig befahren und oft sogar in besserem Zustand, als die Hauptstraßen. Aber auch hier gab es Überraschungen in Form von Schlaglöchern oder merkwürdigen „Ausbesserungen“ wie auf dem Bild zu sehen...
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/uywBZB5L.jpg
In Stavelot ist die gesamte Innenstadt noch in dem alten Kopfsteinpflaster belassen, was uns zu äußerst vorsichtiger Fahrweise zwang. Stavelot ist im Gegensatz zu Spa wesentlich sauberer und ein wirklich malerisches Städtchen, das allein schon sicher eine Tagesreise wert ist.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/ZgOZhqAX.jpg
Auf der Weiterfahrt wechseln sich kleine Ortschaften und waldreiche Sträßchen ab und gestalten unsere Tour sehr abwechsungsreich:
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/70pdOhzl.jpg
Gegen Mittag erreichen wir das Museum von Poteau, wo im Winter 44-45 eine US-Einheit in einen deutschen Hinterhalt geriet und niedergemetzelt wurde. Unmittelbar nach diesem von den Deutschen als „glorreicher Sieg“ gefeierten Überfall kamen jede Menge Film- und Propaganda-Teams hierher und haben mit Schauspielern in Soldatenuniformen jede Menge Propagandamaterial gedreht, weil das grad günstig erschien mit all den brennenden US-Panzern im Hintergrund. Diese Aufnahmen sieht man immer wieder bei historischen Dokumentarfilmen.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/zFsQOf6F.jpg
Abends erreichten wir unsere erste Unterkunft bei Cetturu in der Nähe von Houffalize, einem malerischen Dörfchen inmitten der Ardennen, umgeben von Bachläufen und Wäldern. Hier bekamen wir sehr reichliches und gutes Essen, zu dem natürlich regionale Bierspezialitäten verköstigt wurden. Die Belgier sind ja bekannt für ihre vielfältigen Biersorten, darunter die berühmten Trapisten-Biere und Starkbiere, die oft aus kleinen Klosterbrauereien oder Familienbetrieben stammen und teils nur im näheren Umkreis verkauft werden, also ohne großes Vertriebsnetz.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/9RsPebV3.jpg
Unsere braven Maschinchen haben sich nach getaner Arbeit auch gemütlich aneinander gekuschelt zur Nachtruhe...
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/A9fVFCDB.jpg
Am nächsten Tag ging es weiter in südlicher Richtung. Je weiter wir kamen, desto besser und einsamer wurden die Sträßchen, es war das reinste Saxo-Paradies!
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/rEtxDjAR.jpg
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/79tTBpEv.jpg
Auf halber Strecke zum nächsten Quartier erreichten wir gegen Mittag Bastogne, wo wir das amerikanische Ehrenmal (Befreiung der eingekesselten Stadt durch Gen. Patton während der Ardennenoffensive) und das angeschlossene Museum besuchten. Ein wirklich interessantes Stück Geschichte!
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/VEt8YdN1.jpg
Da die Einwohner Ostbelgiens überwiegend katholischen Glauben haben, finden sich an bald jeder Wegkreuzung in der ländlichen Region kleine Kapellen, Altäre, Kruzifixe, Madonnen und andere Statuen etc...
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/o0c3WAU5.jpg
Neben heiligen Menschen gibt es in den Ardennen auch die „heilige Kuh“ der Rasse „Blanc-Bleu-Belge“, eine reine Speiserind-Zucht mit unglaublich kräftigem Körperbau, die auf den fetten saftigen Wiesen prächtig wächst und gewohnt ist, im Freien zu überwintern. Deshalb gibt es auch kaum Stallungen auf den vereinzelten Höfen in der sehr dünn besiedelten Gegend:
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/aXxZMkHp.jpg
Teils erinnerten die einsamen Herden an ihren Wasserstellen an die Weite der Texanischen Einöde
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/08gzyTWG.jpg
...und bei den teils ewig langen Straßen konnte einem das auf der Saxonette auch wie Texanische Wüste vorkommen, wenn da nicht schon mal ein gesunder Wald, ein kleiner Bach und die gepflegten Straßen wären...
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/Mf1ybMOV.jpg
Abends wohnten wir dann „standesgemäß“ im Châteu du Pont D’Oye, einem alten Schloß in der Nähe von Habay. Hier war die Zeit stehen geblieben, es fehlten nur die Gespenster des Nachts:
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/okUkWl16.jpg
Am nächsten Tag ging es weiter, diesmal in nördlicher Richtung nach Rochefort. Wie man sieht ist die Gute Laune durch nichts zu erschüttern und die kleinen Motörchen verrichten brav ihren Dienst...
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/NmaPqbkD.jpg
...solange sie auch gut gefüttert wurden. Lediglich der TK-Vergaser an der Spartamet wollte mal nicht so recht bergauf mithalten, das haben wir aber vor Ort erledigt, ich hatte ja die gesamte Werkstatt mit.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/EWEmFaRC.jpg
Der Sprit war übrigens etwas preiswerter, als bei uns, aber bei dem geringen Verbrauch ist das ja kaum ausschlaggebend. Wir haben es uns natürlich auch gut gehen lassen, wie man unschwer erkennen kann: Entrecôte vom belgischen Rind (...eben noch auf der Weide, jetzt schon auf dem Teller - s.o.), leckere Beilagen (die belgischen Pommes Frites sind ja berühmt) und natürlich ein „Grimbergen“, urwürziges Trapistenbier aus der nahegelegenen Abtei...
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/xxeyxucB.jpg
Am letzten Tag ging es weiter Richtung „Heimat“. An der Qualität der Straßen konnten wir leicht erkennen, daß wir uns dem Ausgangspunkt der Reise wieder näherten.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/yKVR12Xc.jpg
...und wie die Straßen, so waren auch zum Teil die Bauwerke etwas gealtert, wie hier der „schiefe Turm von Herve“ bei Lüttich.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/BdbW8qV3.jpg
Am späten Nachmittag sind wir dann wieder wohlbehalten zu Hause angekommen:
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/P0OewrBt.jpg
Alles in Allem eine wunderschöne Tour, wenngleich der nördlichere Teil für Fahrräder oder Mofas weniger geeignet war. Insgesamt verfügen die Ardennen über ein mangelhaftes Radwegenetz, abgesehen von vereinzelten stillgelegten und asphaltierten Eisenbahnstrecken und kurzen Abschnitten mit Radwegmarkierungen auf der Straße selbst, also nicht getrennt davon. Das wird aber durch die wenig befahrenen Nebenstraßen mehr als ausgeglichen. Die Landschaft ist, wie auf den Bildern zu sehen, abwechslungsreich und wirkt sehr beruhigend. Die Leute waren wortkarg, aber wenn sie sprachen sehr freundlich, und zeigten sich sehr interessiert an den Saxonetten. Die Unterkünfte waren stets sehr sauber, warm und gemütlich, das Essen schmackhaft und teils ein wirklich kulinarisches Erlebnis, die Biersorten außergewöhnlich vielfältig und ohne Kopfschmerzfaktor am Folgetag.
Randbemerkung: Auf den Fotos erscheint natürlich vorwiegend mein Schwiegervater Ernst, da ich nun mal hinter der Kamera stand, ich bitte um Nachsicht.
Hier noch einige Daten:
Gesamtfahrstrecke: 422 km
Durchschnitt: 19,44 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 54,12 km/h (in’s Lomme-Tal hinunter)
Gesamtfahrzeit: ca. 22 Std. in 4 Tagen
Verbrauch: 1,31 Ltr./100 km
Um antworten zu können, musst Du Dich erst registrierenLos ging es letzten Donnerstag ( 18.09.) über insgesamt vier Tage (3 Übernachtungen) durch die ostbelgische Ardennen-Region. Die Gegend ist bekannt für ihre weitläufige, hügelige Landschaft, mit Wäldern, Wiesen und wenig Menschen. Traurige Berühmtheit erlangte sie durch die Ardennenschlacht, in der Mr.Hitler versuchte in einer gigantischen Offensive den drohenden Untergang noch abzuwenden, und zunächst waren diese Kämpfe ja auch erfolgreich gewesen, wegen des hohen Überraschungsmoments. So einen Schwachsinn hatten die Alliierten dann wohl selbst dem Gröfaz nicht zugetraut – ein fataler Irrtum mit zigtausenden Opfern, nunja...
Der Zeitpunkt für unsere Reise war ausgesprochen glücklich gewählt, denn Petrus verwöhnte uns über die gesamte Tour mit dem schönsten spätherbstlichen Wetter, das man sich denken kann: Blauer Himmel, klare, kalte Luft, leichter Ostwind und kein Tröpfchen Niederschlag. Die Regenausrüstung hätten wir getrost daheim lassen können, aber so mutig ist man dann doch nicht.
Von Jülich aus starteten wir gut gelaunt mit dem Chevy-Pickup, hier der Abschied von zu hause bei Schwiegerpapa.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/5DDJUuUm.jpg
leicht Diagonal passen beide Möfelchen auf die Ladefläche meines 3,5-Tonners, ich habe mir zu dem Zweck handelsübliche Dachträger auf Winkeleisen (Regalleisten) verschraubt.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/qcOQLLPC.jpg
Kurz vor Lüttich erreichen wir gegen 10:00 Uhr den Startpunkt für unsere Ardennenreise im Val Dieu (Tal Gottes) bei Aubel. Hier erfolgte das Umsteigen aus der klimatisierten Zelle mit dem fast 200fachen Hubraum auf die 30 ccm Motörchen mit Hilfsfahrrad...
Wir haben den PickUp bei den Mönchen der Abtei abgestellt, damit über den Zeitraum unserer Abwesenheit nix passiert.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/bpgPW9gz.jpg
Von dort aus ging es über teils schlechte Straßen und deshalb auch im Schneckentempo bis Spa, wo wir uns in einer Patisserie leckere frische Brötchen kauften, diese mit grober Wurst und mitgebrachten Leckereien belegten und erst mal frühstückten.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/3TqQwdzf.jpg
Während der gesamten Tour bemühten wir uns stets, Nebenstraßen in der Nähe von Bundesstraßen zu benutzen. Diese waren dann in der Regel gerade wegen der Nähe zur meist mehrspurigen „Route National“ sehr wenig befahren und oft sogar in besserem Zustand, als die Hauptstraßen. Aber auch hier gab es Überraschungen in Form von Schlaglöchern oder merkwürdigen „Ausbesserungen“ wie auf dem Bild zu sehen...
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/uywBZB5L.jpg
In Stavelot ist die gesamte Innenstadt noch in dem alten Kopfsteinpflaster belassen, was uns zu äußerst vorsichtiger Fahrweise zwang. Stavelot ist im Gegensatz zu Spa wesentlich sauberer und ein wirklich malerisches Städtchen, das allein schon sicher eine Tagesreise wert ist.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/ZgOZhqAX.jpg
Auf der Weiterfahrt wechseln sich kleine Ortschaften und waldreiche Sträßchen ab und gestalten unsere Tour sehr abwechsungsreich:
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/70pdOhzl.jpg
Gegen Mittag erreichen wir das Museum von Poteau, wo im Winter 44-45 eine US-Einheit in einen deutschen Hinterhalt geriet und niedergemetzelt wurde. Unmittelbar nach diesem von den Deutschen als „glorreicher Sieg“ gefeierten Überfall kamen jede Menge Film- und Propaganda-Teams hierher und haben mit Schauspielern in Soldatenuniformen jede Menge Propagandamaterial gedreht, weil das grad günstig erschien mit all den brennenden US-Panzern im Hintergrund. Diese Aufnahmen sieht man immer wieder bei historischen Dokumentarfilmen.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/zFsQOf6F.jpg
Abends erreichten wir unsere erste Unterkunft bei Cetturu in der Nähe von Houffalize, einem malerischen Dörfchen inmitten der Ardennen, umgeben von Bachläufen und Wäldern. Hier bekamen wir sehr reichliches und gutes Essen, zu dem natürlich regionale Bierspezialitäten verköstigt wurden. Die Belgier sind ja bekannt für ihre vielfältigen Biersorten, darunter die berühmten Trapisten-Biere und Starkbiere, die oft aus kleinen Klosterbrauereien oder Familienbetrieben stammen und teils nur im näheren Umkreis verkauft werden, also ohne großes Vertriebsnetz.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/9RsPebV3.jpg
Unsere braven Maschinchen haben sich nach getaner Arbeit auch gemütlich aneinander gekuschelt zur Nachtruhe...
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/A9fVFCDB.jpg
Am nächsten Tag ging es weiter in südlicher Richtung. Je weiter wir kamen, desto besser und einsamer wurden die Sträßchen, es war das reinste Saxo-Paradies!
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Auf halber Strecke zum nächsten Quartier erreichten wir gegen Mittag Bastogne, wo wir das amerikanische Ehrenmal (Befreiung der eingekesselten Stadt durch Gen. Patton während der Ardennenoffensive) und das angeschlossene Museum besuchten. Ein wirklich interessantes Stück Geschichte!
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Da die Einwohner Ostbelgiens überwiegend katholischen Glauben haben, finden sich an bald jeder Wegkreuzung in der ländlichen Region kleine Kapellen, Altäre, Kruzifixe, Madonnen und andere Statuen etc...
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Neben heiligen Menschen gibt es in den Ardennen auch die „heilige Kuh“ der Rasse „Blanc-Bleu-Belge“, eine reine Speiserind-Zucht mit unglaublich kräftigem Körperbau, die auf den fetten saftigen Wiesen prächtig wächst und gewohnt ist, im Freien zu überwintern. Deshalb gibt es auch kaum Stallungen auf den vereinzelten Höfen in der sehr dünn besiedelten Gegend:
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/aXxZMkHp.jpg
Teils erinnerten die einsamen Herden an ihren Wasserstellen an die Weite der Texanischen Einöde
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...und bei den teils ewig langen Straßen konnte einem das auf der Saxonette auch wie Texanische Wüste vorkommen, wenn da nicht schon mal ein gesunder Wald, ein kleiner Bach und die gepflegten Straßen wären...
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Abends wohnten wir dann „standesgemäß“ im Châteu du Pont D’Oye, einem alten Schloß in der Nähe von Habay. Hier war die Zeit stehen geblieben, es fehlten nur die Gespenster des Nachts:
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/okUkWl16.jpg
Am nächsten Tag ging es weiter, diesmal in nördlicher Richtung nach Rochefort. Wie man sieht ist die Gute Laune durch nichts zu erschüttern und die kleinen Motörchen verrichten brav ihren Dienst...
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/NmaPqbkD.jpg
...solange sie auch gut gefüttert wurden. Lediglich der TK-Vergaser an der Spartamet wollte mal nicht so recht bergauf mithalten, das haben wir aber vor Ort erledigt, ich hatte ja die gesamte Werkstatt mit.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/EWEmFaRC.jpg
Der Sprit war übrigens etwas preiswerter, als bei uns, aber bei dem geringen Verbrauch ist das ja kaum ausschlaggebend. Wir haben es uns natürlich auch gut gehen lassen, wie man unschwer erkennen kann: Entrecôte vom belgischen Rind (...eben noch auf der Weide, jetzt schon auf dem Teller - s.o.), leckere Beilagen (die belgischen Pommes Frites sind ja berühmt) und natürlich ein „Grimbergen“, urwürziges Trapistenbier aus der nahegelegenen Abtei...
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/xxeyxucB.jpg
Am letzten Tag ging es weiter Richtung „Heimat“. An der Qualität der Straßen konnten wir leicht erkennen, daß wir uns dem Ausgangspunkt der Reise wieder näherten.
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/yKVR12Xc.jpg
...und wie die Straßen, so waren auch zum Teil die Bauwerke etwas gealtert, wie hier der „schiefe Turm von Herve“ bei Lüttich.
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Am späten Nachmittag sind wir dann wieder wohlbehalten zu Hause angekommen:
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/P0OewrBt.jpg
Alles in Allem eine wunderschöne Tour, wenngleich der nördlichere Teil für Fahrräder oder Mofas weniger geeignet war. Insgesamt verfügen die Ardennen über ein mangelhaftes Radwegenetz, abgesehen von vereinzelten stillgelegten und asphaltierten Eisenbahnstrecken und kurzen Abschnitten mit Radwegmarkierungen auf der Straße selbst, also nicht getrennt davon. Das wird aber durch die wenig befahrenen Nebenstraßen mehr als ausgeglichen. Die Landschaft ist, wie auf den Bildern zu sehen, abwechslungsreich und wirkt sehr beruhigend. Die Leute waren wortkarg, aber wenn sie sprachen sehr freundlich, und zeigten sich sehr interessiert an den Saxonetten. Die Unterkünfte waren stets sehr sauber, warm und gemütlich, das Essen schmackhaft und teils ein wirklich kulinarisches Erlebnis, die Biersorten außergewöhnlich vielfältig und ohne Kopfschmerzfaktor am Folgetag.
Randbemerkung: Auf den Fotos erscheint natürlich vorwiegend mein Schwiegervater Ernst, da ich nun mal hinter der Kamera stand, ich bitte um Nachsicht.
Hier noch einige Daten:
Gesamtfahrstrecke: 422 km
Durchschnitt: 19,44 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 54,12 km/h (in’s Lomme-Tal hinunter)
Gesamtfahrzeit: ca. 22 Std. in 4 Tagen
Verbrauch: 1,31 Ltr./100 km