So genau weiß ich gar nicht mehr warum, aber am Samstagmorgen war ich schon dafür gerüstet zu höheren Taten zu schreiten, als mir der Gedanke kam, einmal die Rahmennummer auf dem Fahrrad zu suchen. Falls die bei der Polizei danach fragen würden, falls sie überhaupt sowas an einem Samstag machen würden. Schneller als erwartet fand ich die Nummer und sie find mit 15 irgendwas an. Momentchen, 15 irgendwas? Schnell kramte ich die Versicherungspapiere hervor, da stand doch was von 16 irgendwas? (Leider gibt es hier keinen Wein-Smiley, den müsst ihr euch jetzt dazudenken) Tatsächlich. Die Nummern stimmen nicht überein. Das Nummernschild am Fahrrad passt zur Versicherungspolice, aber die Police nicht zum Fahrrad.
Meine Rundreise zu Versicherung, Polizei, Foto- und Radladen war mit sofortiger Wirkung abgeblasen. Als erstes habe ich mich ans Telefon gehängt und mich bei der Polizei erkundigt, ob eine der beiden Nummern als gestohlen gemeldet ist. Natürlich nicht, ob die Nummern als gestohlen gemeldet sind, sondern die dazugehörigen Zweiräder
Gottseidank scheint das nicht der Fall zu sein. Wobei ich hoffe, dass Leichtmofas nicht in einer anderen Datei stecken als Fahrräder, in meiner Aufregung habe ich nach Fahrrädern gefragt.
Als nächstes habe ich versucht den Verkäufer zu erreichen. Vielleicht hat er ja noch eine zweite Spartamet und hat aus Versehen die Nummernschilder vertauscht, aber leider blieb sein Telefon stumm. Geklammert an die Hoffnung, dass meine Vertauschtheorie richtig sein könnte, habe ich dann doch noch den Radladen aufgesucht, um dort einen Kettennieter käuflich zu erwerben, und bei einem Fotohändler vier durchsichtige Filmdöschen geschnorrt.
Wieder im Keller angekommen, habe ich die Kette gekürzt und gereinigt. Danach musste sie noch gefettet werden - nur - wo ist das Fett? Wo wohl? Natürlich in unserem frischaufgeräumten Keller. Irgendwo darin. Und irgendwann habe ich es tatsächlich gefunden. Keller gehören nicht aufgeräumt, da findet man nichts wieder!
Mit viel List und Tücke habe ich die Kette dann wieder durch den immer noch am Rad befindlichen Kettenkasten geschleust. Vorne war die Kette naütrlich noch nicht auf dem Ritzel, sonst wäre sie ja zu stramm um das Kettenschloss einzusetzen. Dummerweise war sie nun insgesamt zu stramm - oder besser zu kurz, ich konnte sie nicht mehr auf beide Ritzel bekommen.
Das hätte ich ja mal vorher nachmessen können, aber sie war so locker gewesen, dass ich eher gedacht hätte, dass ich mehr als zwei Kettenglieder hätte entfernen müssen.
Nach einigen Versuchen habe ich es tatsächlich geschafft, diese beiden Kettenglieder wieder an die Kette zu flicken, das war ein echter K(r)ampf! Nun war die Kette wieder so lang, dass sie unmöglich jemals in diesem Zustand benutzt worden sien kann. Und wo wir gerade von Zustand sprechen, unter "super gepflegtem Top Zustand" stelle ich mir wirklich etwas anderes vor.
Nun bin ich ja etwas ratlos, denn der Rahmen sieht nicht so aus, als könne man die Kette durch das Versetzen des Hinterrads in der Aufhängung spannen. Und wie um Himmels Willen bekomme ich diesen Kettenkasten wieder zusammen? Egal, ich war frustriert und hatte keine Lust mir noch weitere Gedanken darüber zu machen, stapfte nach oben ins Bad um meine Hände zu reinigen und die Nagelbürste, die vor ein paar Stunden noch auf dem Waschbecken gelegen hatte, war unauffindbar. Wieder typisch. Ich weiß es genau, Murphy mag mich noch so gerne mögen, ICH mag IHN auf jeden Fall nicht. Möchte sich nicht weranders freiwillig als bester Murphy-Freund zur Verfügung stellen?
... to be continued
Um antworten zu können, musst Du Dich erst registrierenMeine Rundreise zu Versicherung, Polizei, Foto- und Radladen war mit sofortiger Wirkung abgeblasen. Als erstes habe ich mich ans Telefon gehängt und mich bei der Polizei erkundigt, ob eine der beiden Nummern als gestohlen gemeldet ist. Natürlich nicht, ob die Nummern als gestohlen gemeldet sind, sondern die dazugehörigen Zweiräder
Als nächstes habe ich versucht den Verkäufer zu erreichen. Vielleicht hat er ja noch eine zweite Spartamet und hat aus Versehen die Nummernschilder vertauscht, aber leider blieb sein Telefon stumm. Geklammert an die Hoffnung, dass meine Vertauschtheorie richtig sein könnte, habe ich dann doch noch den Radladen aufgesucht, um dort einen Kettennieter käuflich zu erwerben, und bei einem Fotohändler vier durchsichtige Filmdöschen geschnorrt.
Wieder im Keller angekommen, habe ich die Kette gekürzt und gereinigt. Danach musste sie noch gefettet werden - nur - wo ist das Fett? Wo wohl? Natürlich in unserem frischaufgeräumten Keller. Irgendwo darin. Und irgendwann habe ich es tatsächlich gefunden. Keller gehören nicht aufgeräumt, da findet man nichts wieder!
Mit viel List und Tücke habe ich die Kette dann wieder durch den immer noch am Rad befindlichen Kettenkasten geschleust. Vorne war die Kette naütrlich noch nicht auf dem Ritzel, sonst wäre sie ja zu stramm um das Kettenschloss einzusetzen. Dummerweise war sie nun insgesamt zu stramm - oder besser zu kurz, ich konnte sie nicht mehr auf beide Ritzel bekommen.
Nach einigen Versuchen habe ich es tatsächlich geschafft, diese beiden Kettenglieder wieder an die Kette zu flicken, das war ein echter K(r)ampf! Nun war die Kette wieder so lang, dass sie unmöglich jemals in diesem Zustand benutzt worden sien kann. Und wo wir gerade von Zustand sprechen, unter "super gepflegtem Top Zustand" stelle ich mir wirklich etwas anderes vor.
Nun bin ich ja etwas ratlos, denn der Rahmen sieht nicht so aus, als könne man die Kette durch das Versetzen des Hinterrads in der Aufhängung spannen. Und wie um Himmels Willen bekomme ich diesen Kettenkasten wieder zusammen? Egal, ich war frustriert und hatte keine Lust mir noch weitere Gedanken darüber zu machen, stapfte nach oben ins Bad um meine Hände zu reinigen und die Nagelbürste, die vor ein paar Stunden noch auf dem Waschbecken gelegen hatte, war unauffindbar. Wieder typisch. Ich weiß es genau, Murphy mag mich noch so gerne mögen, ICH mag IHN auf jeden Fall nicht. Möchte sich nicht weranders freiwillig als bester Murphy-Freund zur Verfügung stellen?
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