Hallo,
hatte letzten Sommer eine eigenartige Erfahrung mit meinem Vergaser (Bing) gehabt. Die Spartamet stand, durch verschiedene Umstände, drei Wochen in unserem halb offenem Gartenhaus. Es herrschte in der Zeit eine Hitzewelle. In den 3 Wochen erstand ich von Herbert eine neue Membrane, die ich wechseln musste, da die eingebaute undicht geworden war. Dieses wollte ich nach der „Ruhezeit“ dann auch sofort als erstes erledigen. Also Vergaser ab- und auseinandergebaut. Im unteren Teil des Schwimmergehäuses, am Düsensieb und im Düsenstock entdeckte ich zu meinem Erstaunen einen schleimigen, fast festen grünlichen Belag. Jegliches Benzin war verdunstet. Erst dachte ich an eine Art von Schimmel, wies den Gedanken dann aber wieder von mir. Alle Teile ab ins Ultraschall-Bad und richtig durch schwingen lassen. Alle Teile waren hinterher wieder blitzblank und der Motor startete nach dem Zusammenbau, mit neuer Membran, wie gewohnt beim ersten Zug am Handstarter. Von dieser Geschichte habe ich Herbert und Bernhard berichtet; ich denke, ihr erinnert euch schwach daran.
Nun lernte ich Mitte April, während eines Kurzurlaubes an der Ostsee, einen Menschen kennen, der sehr interessiert an meinem Möfchen war. Wir kamen ins Fachsimpeln, da er anscheinend doch einiges von 2Taktern, aber vor allem von Ölen verstand. Irgendwie erzählte ich ihm dann die Geschichte mit dem grünen Belag. Er lachte und sagte sofort:“Sie haben bestimmt Vollsynthetisches Mischöl genommen!“. Nun erklärte er mir, dass er Ingenieur im Bereich „Ölentwicklung“ sei. Weiter führte er aus, dass die Vollsynthetischen Öle heute dafür entwickelt werden, im Einspritzverfahren zu funktionieren und nicht unbedingt, um „Vorher“ in einem Tank beigemischt zu werden und möglichst lange mit dem Benzin vermischt zu bleiben. Von daher kann das bei mir aufgetretene Problem der Absonderung des Öles beim Verdunsten von Benzin durchaus normal sein. Die Vollsynthetischen Öle haben leider auch die Nebenwirkung, abgelagerte feste Substanzen im Tank bis hin zum Vergaser ab zu lösen, aber auch ältere Dichtungen anzugreifen (ich denke da an unsere kleinen schwarzen Dingerchen im Benzin....). Seine Meinung zu den Mischölen für unsere Motoren ist „mineralisch“. Begründung: der Motor wurde vor über 20 Jahren entwickelt, damals schon für 1:100 ! Und zwar für Mineralische Mischöle. Die heutigen Vollsynthetischen Ölsorten seien voll von Additiven, die für alte Motoren und ebensolche Dichtungen/Simmeringe nicht unbedingt von Vorteil wären ( wir haben natürlich fast alle schon die Simmerringe/Wellendichtringe usw erneuert, von daher also nicht schlimm). Da es heute reine Mineralische Öle nicht mehr gibt, würden Teilsynthetische Mischöle vollkommen ausreichend, ja evtl. sogar von Vorteil sein.
Lieben GruĂź aus dem sĂĽdlichen Bielefeld!
Andreas
Um antworten zu können, musst Du Dich erst registrierenhatte letzten Sommer eine eigenartige Erfahrung mit meinem Vergaser (Bing) gehabt. Die Spartamet stand, durch verschiedene Umstände, drei Wochen in unserem halb offenem Gartenhaus. Es herrschte in der Zeit eine Hitzewelle. In den 3 Wochen erstand ich von Herbert eine neue Membrane, die ich wechseln musste, da die eingebaute undicht geworden war. Dieses wollte ich nach der „Ruhezeit“ dann auch sofort als erstes erledigen. Also Vergaser ab- und auseinandergebaut. Im unteren Teil des Schwimmergehäuses, am DĂĽsensieb und im DĂĽsenstock entdeckte ich zu meinem Erstaunen einen schleimigen, fast festen grĂĽnlichen Belag. Jegliches Benzin war verdunstet. Erst dachte ich an eine Art von Schimmel, wies den Gedanken dann aber wieder von mir. Alle Teile ab ins Ultraschall-Bad und richtig durch schwingen lassen. Alle Teile waren hinterher wieder blitzblank und der Motor startete nach dem Zusammenbau, mit neuer Membran, wie gewohnt beim ersten Zug am Handstarter. Von dieser Geschichte habe ich Herbert und Bernhard berichtet; ich denke, ihr erinnert euch schwach daran.
Nun lernte ich Mitte April, während eines Kurzurlaubes an der Ostsee, einen Menschen kennen, der sehr interessiert an meinem Möfchen war. Wir kamen ins Fachsimpeln, da er anscheinend doch einiges von 2Taktern, aber vor allem von Ölen verstand. Irgendwie erzählte ich ihm dann die Geschichte mit dem grünen Belag. Er lachte und sagte sofort:“Sie haben bestimmt Vollsynthetisches Mischöl genommen!“. Nun erklärte er mir, dass er Ingenieur im Bereich „Ölentwicklung“ sei. Weiter führte er aus, dass die Vollsynthetischen Öle heute dafür entwickelt werden, im Einspritzverfahren zu funktionieren und nicht unbedingt, um „Vorher“ in einem Tank beigemischt zu werden und möglichst lange mit dem Benzin vermischt zu bleiben. Von daher kann das bei mir aufgetretene Problem der Absonderung des Öles beim Verdunsten von Benzin durchaus normal sein. Die Vollsynthetischen Öle haben leider auch die Nebenwirkung, abgelagerte feste Substanzen im Tank bis hin zum Vergaser ab zu lösen, aber auch ältere Dichtungen anzugreifen (ich denke da an unsere kleinen schwarzen Dingerchen im Benzin....). Seine Meinung zu den Mischölen für unsere Motoren ist „mineralisch“. Begründung: der Motor wurde vor über 20 Jahren entwickelt, damals schon für 1:100 ! Und zwar für Mineralische Mischöle. Die heutigen Vollsynthetischen Ölsorten seien voll von Additiven, die für alte Motoren und ebensolche Dichtungen/Simmeringe nicht unbedingt von Vorteil wären ( wir haben natürlich fast alle schon die Simmerringe/Wellendichtringe usw erneuert, von daher also nicht schlimm). Da es heute reine Mineralische Öle nicht mehr gibt, würden Teilsynthetische Mischöle vollkommen ausreichend, ja evtl. sogar von Vorteil sein.
Lieben GruĂź aus dem sĂĽdlichen Bielefeld!
Andreas