Hi to all,
nachdem meine Saxonette Classic (Bj. 1998) von heute auf morgen - ohne LeistungsverlUst - einfach nicht mehr anspringt, habe ich zweierlei festgestellt:
1. Kerze wird auch bei Choke nicht richtig nass.
Ich habe alle denkbaren Vergaserarbeiten ohne Erfolg hinter mir:
Schwimmerkammer voll, alle Dichtungen OK, Hauptdüse sauber.
Wenn ich luftfilterseitig mit Druckluft bei gefüllter Schwimmerkammer in den Vergaser hineinblase, kommt nur für den Bruchteil einer Sekunde zerstäubtes Benzin auf der anderen Seite raus (dabei ist es egal, ob der Chokeschieber = offen oder zu ist und ebenfalls egal, ob der Gasschieber nur auf Stand- oder auf Vollgas steht). Wenn ich ein paar Minuten warte, ist es wieder dasselbe.
Meiner Auffassung nach müsste doch aber so lange Benzin zerstäubt werden, bis die Schwimmerkammer leer ist, oder?
2. Der Funke ist da, aber ich glaube, dass er füher stärker war. Deshlab habe ich mich auch um die Elektrik gekümmert.
Kann mir bitte jemand sagen, ob meine gemessenen Widerstände OK sind:
Zündspule sekundär (zw. Kerzenstecker und Masse) = 2,78 kOhm
Zündspule primär: rot/schwarz sowie rot/blau = 860 Ohm, schwarz/blau = 0,5 Ohm.
Das andere blaue Teil mit den 3 Aufschiebkontakten kann ich technisch nicht ganz einordnen. Ich habe dort gemessen: 4 MOhm zwischen rot und schwarz, sonst kein Durchgang.

im voraus für Tipps und noch schöne Sonntagsgrüße aus Jena
Helmut
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Re: Kerze funkt, aber schwach
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Herbert Administrator -
15.06.08 12:58 Uhr
Klicks:87 Hallo Helmut,
sitzt evtl der Düsenstock zu? Schau dir mal das Bild an:
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/fSxOqxcK.jpg Die Einstellwerte für die Zündspule findest Du hier:
http://www.hilfsmotor.eu/wiki/Pruefreflexzuendspule/ Stell den Starthebel bei der Messung nicht auf Null. Das ist die Kurzschlussstellung.
Viel Erfolg
Herbert
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registrierenHallo Helmut.em
Hast Du schon einmal die Leerlauf-Teillastbohrung überprüft?Wenn Du motorseitig in den Versager schaust,bei geöffnetem Fahrschieber,siehst Du unterhalb des Düsenstockhalses eine kleine Bohrung(ca 0,6mm).Diese Düse war bei mir auch mal verstopft und das Ding sprang ums Verrecken nicht mehr an und da ich damals noch jungfräulichen Wissens war,hat mich das einen neuen Vergaser gekostet.
Viel Erfolg und Grüße nach Jena Klaus
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registrierenHallo Helmut,
ich vermute das der Ejektoreffekt mittels Pressluft nicht ausreicht um den Zerstäuber in Funktion zu bringen. Du brauchst schon einen richtigen Unterdruck um das System zum arbeiten zu bringen. Herberts Hinweis zeigt deutlich was fehlt. Da es sich um ein Unterdrucksystem handelt muss dieser auch entstehen können. Der Verlust des Unterdrucks kann eigentlich nur zwischen Vergaser und Zylinder stecken. Das setzt freien Durchang der Hauptdüse und des Zerstäubers voraus.
Ist das Niveau im Schwimmer so hoch, dass die Hauptdüse, im Eintrittsbereich überflutet ist ? Der Stand im Schwimmergehäuse ist schlecht zu erkennen, man sieht mehr den dunklen Schwimmer aber nicht gut den tatsächlichen Stand .
Gruß
Uwe
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registrierenhallo uwe,
danke erst mal.
ich bin davon ausgegangen, dass es sich bei der funktion jeden vergasers um das normale injektionsprinzip handelt, danach wäre es egal, ob man motorseitig den unterdruck oder luftfilterseitig den druck aufbaut. ist das falsch?
im beitrag "Grüne Saxonette läuft nicht" schreibt dieter:
"Ich würde mal die Schwimmerkammer abschrauben, den Benzinhahn öffnen und die Arbeit des Schwimmers von Hand überprüfen. Wenn der richtig arbeitet, würde ich luftfilterseitig kräftig in den Vergaser blasen und die Hand an die Membranseite halten. Die Hand muss leicht nass werden. (Vorher Schwimmerkammer wieder dranschrauben und volllaufen lassen.)"
wenn das stimmt, müsste es doch mit druckluft (ca. 4 bar) erst recht zerstäuben bzw. wenigstens nass werden?
gruß helmut
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registrierenHallo Helmut,
Injektionsprinzip bedeutet eigentlich das hier mit Überdruck etwas eingepreßt wird, das ist aber bei diesem Vergaser nicht gegeben. Hier reißt der Luftstom, erzeugt durch den ansaugenden Kolben, Benzin aus dem Zerstäuber mit. Das funktioniert besonders durch eine Verengung des freien Durchganges der Vergaserbohrung (Venturirohr).
Der höchste Unterdrucke wird demnach an der engsten Stelle des freien Durchganges erzeugt und genau hier sitzt der Zerstäuber. Nach Bernoulli sind die Druckverhältnisse vor- und hinter der Verengung gleich.
Nun zu unserem Fall, wenn zwischen Zylinder und Vergaser nebenluft gezogen wird, reduziert sich die Strömungsgeschwindigkeit in der Einschnürung und damit steigt zeitgleich der Druck an dieser Stelle. Dadurch wird weniger Benzin angesaugt und zerstäubt.
So zumindest mein Verständnis über diesen Vergasertyp.
Der Test mittels Druckluft scheint ja dann schon ausprobiert zu sein, ich hätte eher vermutet das es kein Ergebnis bringt,zumal hier für mich, nicht eindeutige Druck/Stömungsverhältnisse vorliegen.
Gruß
Uwe Lohmann
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registrierenHallo Helmut,
die Werte deiner Zündspule scheinen ok zu sein.
Das andere blaue Teil (entweder Wolles T-Modul oder original Modul) kannst du nicht so ohne weiteres durchmessen.(Lt. Reparaturanleitung evtl. tauschen)Es dient dazu das deine Saxonette ca. 20° v.Ot zündet. Wenn das Polrad kein Spiel auf der Welle hat, und die Zündspule 4zehntel Abstand zum Polrad hat ist zündungsseitig alles in Ordnung.
Ich tendiere aber auch zu einen vergaserseitigen Defekt, also schön tun was Herbert sagt (scherz)
Gruß
Peter
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