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Saxonette- und Spartamet- Forum

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Guten Tag zusammen.

Nach erfolgtem Zerlegen und Zusammenbau war heute Probefahrt.

Sie sprang auf den ersten Zug an, ohne Choke. Die Einstellung des Zuges habe ich nochmal überprüft und so eingestellt, dass er in Choke-Stellung ganz leicht auf Spannung steht. Ich kann jetzt nicht reinschauen, aber das müsste so passen.

Das Klingeln, dass ich bis zuletzt vernahm, ist auch weg. Insgesamt habe ich den Eindruck, der Motor läuft schön geschmeidig und ist etwas leiser. Es scheint nun auch alles dicht (zur Membranplatte hin Dichtung geschnitzt und verbaut (Danke an Sven Becker) und das Vergasergehäuse geplant), alle Dichtungen sind neu und die Vergaserschrauben abgedichtet. Füllstand Vergaser ist gut, die Membran dichtet ab.

Nur den Durchzug und ca. 25 km/h Endgeschwindigkeit in der Ebene, die sie früher hatte, erreicht sie nicht. Ohne Luftfilter ist es perfekt.

Und es bleibt dann nur die Vermutung, dass sie früher irgendwo etwas Falschluft saugte und damit besser lief. Luftfilter ist original, der Wechsel zwischen zwei Exemplaren macht keinen Unterschied.

Wenn ich Recht habe, müsste die Zündkerze irgendwann anzeigen, dass sie zu fett läuft. Das kann ich aktuell noch nicht abschließend beurteilen. Ich werde mal eine längere Strecken fahren und dann die Kerze prüfen. Wenn dem so wäre: Es gab mal einen Bericht, wo jemand im Gehäuse zusätzliche Bohrungen um den Luftfilter herum angebracht hat und das Problem damit gelöst war. Wobei der Motor in dem Zustand , so weit ich das beurteilen kann, original ist (nur das Zündmodul ist offen) und somit einwandfrei laufen müsste.

Einzig Kompression (würde mich wundern, wenn die nach 100 km so viel schlechter geworden ist) und Zündzeitpunkt (Polrad sitzt mit der Nut korrekt auf dem Keil) habe ich mangels passenden Werkzeugs nicht gemessen.

Meinungen und Anmerkungen dazu sind herzlich willkommen, auch sonstige Hinweise.

DANKE vorab und ein schönes Wochenende,

Sven

Nachtrag: theoretisch traue ich dem Vorbesitzer zu, dass er die Düse bearbeitet hat. Ihm war sehr an Höchstgeschwindigkeit gelegen. Es ist ein TK-Vergaser und es steht eine 48 drauf. Ob die Bohrung vergrößert wurde, kann ich nicht beurteilen. Da früher zwischen Vergaser und Membranplatte keine Dichtung verbaut, das Vergasergehäuse verzogen und somit ganz sicher nicht dicht war, wäre das noch eine denkbare Erklärung. Auch für den hohen Spritverbrauch.

Nur für‘s Protokoll, was ich geprüft/gemacht habe:

Tank voll
Benzinhahn auf und frei
Tankdeckel frei
Benzinfilter neu
Tank gereinigt
Spritschlauch neu
Zündkerze neu und richtiger Typ
Zündkabel neu
Elektrodenabstand 0,5
frischer Kraftstoff mit 1:100
Luftfilter neu und original
Abstand Zündspule zu Polrad 0,4
Zündfunke ist da, wenn auch bei Tageslicht nicht wirklich gut sichtbar
Vergaser gereinigt
alle Dichtungen neu
Schwimmernadel frei
Düse ist frei
Düsenstock gezogen und frei
Schwimmernadel macht auf und zu
Membran auch
Füllstand Vergaser i.O.
Falschluft, falls vorhanden, beseitigt
Vergaserschrauben abgedichtet
zur Membranplatte hin Dichtung verbaut
Auspuff neu und neue Dichtung
großer Dichtring am Hinterrad neu
übrige Dichtringe sehen gut aus und sitzen richtig
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